Posterous theme by Cory Watilo

Durchschnitt.

Ich habe so Tage, da stört es mich. Durchschnitt sein. Eine 3 auf einer Skala von 6. Absurd eigentlich, weil niemand so wirklich einteilt, wer durchschnittlich ist. Doch mein Innerstes, mein Gefühl ist da manchmal erbarmungsloser.

Jeder sollte doch etwas besonders gut können. So banale Dinge, wie das beste Schinken-Omlett der Welt oder die meisten Menschen mit seiner Anwesenheit glücklich zu machen. Irgendwas, was Ihn von der restlichen Menge unterscheidet. Etwas das bleibt, wenn man alles abzieht, was Standard bedeutet.

So trägt mich eine innere Unruhe etwas zu schaffen, dass morgen auch noch bleibt, wenn ich ginge. Eine Sache, die meine Handschrift trägt, mein Schaffen, die Kreativität des Entstehens. Ich möchte nicht tagein und tagaus leben, nur mit Momenten, die mich im Augenblick erschüttern oder erfreuen. Beständigkeit. Gut oder schlecht, aber mit meinem Inneren, mit mir selbst verbunden.

Ich bewundere Menschen, die singen, die Lieder schreiben oder in einem Film, einer Serie Figuren zum Leben erwecken. Berühren und etwas können, dass andere in Ihrem Sein trägt. In Erinnerungen bleibt. Die sich nicht, wie ich im Wege stehen. Voll mit Zweifeln und einem Anspruch, der jeden guten Moment mit einem schlechten Alltagsaugenblick in die Schranken weist.  

Seit ich mein erstes Buch gelesen habe wusste ich, dass ich will auch. Doch andere tun es einfach und stellen nicht jede Zeile, jedes Wort in Frage. Sich selbst und die Tatsache, was Sie im Leben schon erreicht haben. Oft denke ich in solchen Momenten: „Wer bin ich eigentlich?“ Weniger zu erwarten wäre hilfreich. Von mir. Von meinem Leben. Einen Job zum auskommen, eine Wohnung und samstags Einkaufen gehen könnte doch reichen.

Immer dieser Druck. Sich wie ein Versager zu fühlen, wenn man ein gutes Buch liest oder einen guten Film schaut, während die eigenen Ideen abstrakte Vorlagen im Entstehen bleiben. Wo sind da die Grenzen? Der Alltag ist so viel und nimmt Zeit mit sich. Ich selbst strampele dann, lächele und bin auch glücklich, aber es bleiben immer Nachwehen. Ein Verständnis von mir selbst, das mehr will.

Manchmal wünschte ich, ich hätte Talent. Talent, einfach zu machen, was mir gut tun würde. Das diese Momente aushält, wenn ich mich leer und wertlos fühle. Die innere Kraft, welche mich schon aus vielen schweren Lebensschritten rettete, habe ich nicht unter Kontrolle. Sie schrammt mich so oft an den Lebensmomenten vorbei. Wie ein Ertrinkender, der die rettenden Ufer kennt, aber lieber die nächste hohe Welle nimmt.

Vielleicht ist es nur die Angst alt zu werden. Richtig alt und dann dieses Gefühl versagt zu haben nicht mehr unterdrücken zu können. Natürlich bekomme ich Zuspruch und Menschen glauben an mich, aber ich selbst, viel zu selten. Warum ist es so schwierig, Dinge zu tun, die einem eigentlich gut liegen würden? Wir verankern uns im Durchschnitt, weil er der Querschnitt ist von dem, was Sicherheit bedeutet.

Heute wöllte ich wieder einmal nicht Durchschnitt, sondern darüber hinaus in meinen Träumen angekommen sein.

 

Die andere Hälfte der Wahrheit.

Wenn ich ehrlich bin, hielt ich mich immer für zu dumm, um zu studieren. Aus meiner regulären Schulzeit bin ich mit dem Hauptschulabschluss ausgeschieden. Zu den Abschlussfeiern meiner 10.Klasse ging ich nicht, weil schon vor den Prüfungen feststand, dass ich versagt hatte. Über 30 Hausaufgaben 6en und ein totales Desinteresse für die Schule hatten mir diesen Rückschritt in meinem Leben eingebracht.

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Wie geschriebene Worte meine Zuflucht wurden.

Ich war immer der kleine blonde Junge mit der Brille, entweder als niedlich befunden oder aber gemobbt, weil ich eben so war, wie ich war.

Nachts versteckte ich mich zwischen Büchern. Verschlang sie mit hungrigem Herzen, erlebte Abenteuer mit Pipi Langstrumpf, der Vogelscheuche oder Karlsson vom Dach. Dort war ich Zuhause, wenn mich die Realität in Angst tauchte. Zwischen den Zeilen der Autoren konnte ich der Abenteurer sein und das starke Herz haben, das ich nie hatte.

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Mein Tag bei den Kindernachrichten vom ZDF.

Im Jahr 1993 gewann ich einen Preis bei einem Aufsatzwettbewerb der "Bild am Sonntag" mit dem Thema "Kinder haben Mut".

Zu diesem Anlass waren mein Vater und ich von der Leo Kirchgruppe nach Berlin zur Premiere des Filmes "Des Kaisers neue Kleider" eingeladen worden. Dort hatten wir die Chance für ein Interview mit Harald Juhnke, den wir zu dem Film und sein Leben für das ZDF befragen durften. Nach der Premiere im Ufa Filmpalast wurden wir von der Crew des Filmes für unseren Aufsatz ausgezeichnet. Ich gewann einen Tag beim ZDF in Mainz und durfte einen Beitrag für die Kindernachrichten "logo!" aufnehmen:

 

(download)

Blöd nur, wenn man zu stur ist.

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Es fehlt mir. Ihr fehlt mir. Die Vergangenheit fehlt mir. Nur die Zukunft ist da, aber ohne Euch.
Ich hasse den Umstand, dass manchmal Kleinigkeiten ausreichen, um sich zwischen Menschen völlig aus dem Sein zu manövrieren. Ein Wort gibt das andere und das zuvor verliert seinen Wert, weil am Ende niemand mehr weiß, was er eigentlich wollte.

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